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Kultur
Der Spreeradweg führt durch kleinere Städte
wie Bautzen, Spremberg,
Cottbus, Lübben,
Beeskow und Fürstenwalde
mit liebevoll restaurierten Innenstädten, die zum Bummeln und Bleiben
einladen. Aufmerksamen Beobachtern fällt auf, dass auf weiten Streckenabschnitten
Ortsschilder zweisprachig beschriftet sind.
Budzce witani na Sprjewinym kolesowarskim pucu!*
Wir befinden uns auf sorbischem Gebiet. Die
Sorben sind sozusagen
die slawischen Ureinwohner der Region, die allen Germanisierungsbestrebungen
erfolgreich widerstanden haben. In der sächsischen Oberlausitz sprechen
sie Obersorbisch, das dem Tschechischen nahe verwandt ist und haben ihr
kulturelles Zentrum in Bautzen.
In Brandenburg sprechen die Sorben Niedersorbisch, das mehr Ähnlichkeit
mit dem Polnischen hat. Im Oberlausitzer Bergland fallen die typischen
Umgebindehäuser auf, ein- bis zweigeschossige Bauernhäuser mit
eingefügten Blockstuben, die es so nur hierzulande gibt.
Etwa 20 Kilometer östlich der Talsperre
Spremberg liegt Bohsdorf,
wo der Schriftsteller Erwin Strittmatter seine Kindheit verbrachte. Es
ist das Vorbild für "Bossedom", dem Handlungsort der autobiografischen
Romantrilogie "Der Laden". Dort kann man den Original-Dorfladen und weitere
Schauplätze besichtigen.
Die größte Stadt am Spreeradweg ist
Cottbus mit seinem
bekannten Jugendstil-Theaterbau von 1908 und verschiedenen Museen. Auch
die vielen kleineren Ortschaften enlang der Strecke haben Museen, technische
Denkmäler und schöne alte Häuser zu bieten.
*Seien Sie willkommen auf dem Spreeradweg (obersorbisch)
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